Sexy, natürlich und hautnah: So gelingen perfekte Fotos und Videos für Instagram und Facebook

So gelingen perfekte Fotos und Videos für Instagram und Facebook

Sie haben hunderttausende Follower und Abonnements, erhalten Werbedeals oder leben von Werbeeinblendungen in Livestreams. Influencer, YouTuber und It-Models sind wie keine andere Berufsgruppe auf perfekte Bilder angewiesen. Wir erklären dir, wie sexy Fotos, ideal ausgeleuchtete Innenaufnahmen und die Verwendung von Filtern ohne Übertreibung gelingen.

Selbermachen oder einen professionellen Fotografen beschäftigen? - vor dieser Frage stehen viele im Netz tätige Menschen bereits ab den ersten kommerziellen Schritten. Webcamvideos, Livestreams und Selfies haben einen entscheidenden Nachteil, sie fangen dich immer nur aus einer nahen Perspektive ein. Landschafts- und Actionfotos sind damit praktisch unmöglich. Doch selbst wenn du dich für die Zusammenarbeit mit einem Fotografen entscheidest, musst du diese Inhalte selbst produzieren. Je persönlicher die Eindrücke wirken, desto besser kommen sie an. Gleichzeitig sind deine Follower professionelle Aufnahmen gewohnt. Mit diesen Tipps und Tricks klappt es.

Die richtige Technik: Home Studio einrichten

Für alle, die viel und gern auf YouTube, Instagram und Facebook posten und darauf eine Karriere aufbauen möchten, führt kein Weg an guter Technik vorbei. Einige Fotohandys liefern heute zwar hohe Qualität. aber eine Videokamera können sie nicht ersetzen. Und auch Webcams sind nicht mehr, was sie einmal waren. Bei den Mikrofonen geht die Meinung so weit auseinander, dass ganze Foren sich mit der Frage beschäftigen, welches Mikro du allein für einen normalen Livestream mit Webcam-Einblendung benötigst. Aber was brauchst du wirklich?

Die Aufnahme von Videos und Fotos für Instagram, Facebook, YouTube und Tiktok sollte ungestört in einem Arbeitsraum stattfinden können. Viele der Räume in denen deine Lieblings-YouTuber drehen sind extra für diesen Zweck in Studios angemietet und im Grunde eine Kulisse. In deiner eigenen Wohnung ist ein ruhiger Raum ein Muss. Tageslichtbeleuchtung, gegebenenfalls durch Home Studio Technik, schallisolierte Wände und ein bequemer Schreibtisch zur Aufnahme bringen eine Grundstruktur in den Raum. Der Hintergrund ist variabel, sollte aber das Flair passend zu deinen Inhalten ausstrahlen. Private Räume die spontan genutzt werden sind schon durch die Platzierung von ungewollten Werbeartikeln und persönlichen Details nicht geeignet.

Zur technischen Grundausstattung zählen:

Der richtige Look: Bevor du die Kamera startest

Das Angebot an Kanälen und Influencer-Bereichen im Netz ist praktisch unbegrenzt. Du kannst mit der Präsentation von Kinderspielzeug genauso viel Erfolg haben wie als Tierarzt, der zeigt, wie man Katzen richtig hoch hebt. Klassische Influencer bewerben beispielsweise Hygieneprodukte wie Zahnbürsten und Reinigungspads, aber auch Beauty, Lifestyleprodukte und Sportartikel. Die Branche stößt für Einsteiger nur dort an ihre Grenzen, wo Reisen dringend notwendig wird. Du kannst eine neue Modekollektion nicht in deinem Wohnzimmer bewerben oder für einen Autohersteller durch dein eigenes Viertel fahren. Ganz gleich, was du online erreichen möchtest, ein typischer Look wird zum Teil deiner Markenidentität. Und auch die beste Kamera sorgt nicht für den gewünschten Erfolg, wenn du auf die Shootings nicht vorbereitet bist.

Make-up ist ein essentieller Bestandteil der Aufnahmen. Nur wenige YouTuber verzichten komplett darauf, auch die männlichen Streamer nicht. Die speziellen Eigenschaften einer Kameralinse machen es notwendig. Je nach Ausleuchtung wirkt deine Haut besonders unrein, gerötet oder glänzt. Ohne Abpudern und eventuell ein natürliches Make-up geht es nicht. Besonders wichtig ist der Look natürlich, wenn du Beautyprodukte wie z.B.: von Katja Krasavice in ihren Anfängen vorführst oder Tutorials rund um Gesundheit und Hautpflege anbietest. Dafür wird neben der Pflege selbst auch ein Beleuchtungsset notwendig, das dich von hinter oder über dem Aufnahmegerät aus anstrahlt. Der richtige Beleuchtungsfaktor der Kamera entscheidet darüber, ob du strahlst oder müde und niedergeschlagen wirkst. YouTuber schwören außerdem auf das Betonen von Konturen. Bei sexy Bildern auf denen du Muskeln, Brust oder Lippen betonen möchtest, helfen die Konturen, das Körperteil hervorzuheben.

Der ideale Abstand: Frontalfotos und Videos alleine aufnehmen

Entscheidest du dich dafür, zu Beginn deiner Tätigkeit vor allem alleine zu filmen, benötigst du Stative oder Selfie-Sticks. Selfie-Sticks sehen nicht besonders elegant aus für den Betrachter. Für Fotos und Videos sind sie jedoch ein Gewinn. Die Stangen stellen die ideale Entfernung für die Kameralinse dar, um ein Gesicht natürlich abzubilden. Je näher du der Kamera kommst, desto mehr werden deine Proportionen verzerrt. Dieser Effekt lässt sich natürlich auch schlau nutzen, beispielsweise durch das Fotografieren von schräg oben. Models wirken dadurch schlanker. Aber für ein natürliches Bild sollte die Linse rund einen halben bis einen Meter entfernt sein. Auch hier ist Beleuchtung alles. An einem gewöhnlichen Filmset sind zahlreiche Techniker mit Softbox, Stage Blinder, Spiegeln und Flutlichtern unterwegs, um das Licht ständig auf dem Protagonisten zu halten. Du hingegen hast im Außenbereich oft nur die Stadtbeleuchtung, die für dich arbeitet. Dein Platz vor der Kamera muss schon darum heller als normal sein, um das Foto oder Video später einfach bearbeiten und Elemente freistellen oder verändern zu können.

Die Bildkomposition entscheidet, wie du gesehen wirst. YouTuber setzen sich in Livestreams gern dicht und mittig vor die Kamera. Das sorgt für ein persönliches Gefühl, mit einem Freund im Videochat zu sprechen. Es macht jedoch vor allem die Aufnahme einfacher, da sich Lichttechnik rund um den Monitor am einfachsten montieren lässt. Möchtest du einen dokumentarischen Stil erreichen, gilt es die Drittel-Regel zu beachten. Teile das Vorschaubild der Kamera in ein Raster von 3 Spalten. Statt dich mittig zu positionieren, solltest du auf der Linie zwischen dem zweiten und dritten Feld stehen. Mittige Bilder eignen sich für Kampagnen und Interviews, machen das Bild jedoch weniger dynamisch.

Das Shooting: Wenig Bewegung und doch aktiv

Sind Kamera, Licht und Mikrofon gerichtet, Makeup aufgetragen und Studio fertig ausgestattet inklusive des Hintergrundes, geht es an das Filmen selbst. Kameras mögen keine schnellen Bewegungen. Es hilft daher, im Voraus zu üben, dich langsamer zu bewegen. Das gilt auch und besonders für die Sprache. Je schneller du sprichst, desto eher gibt es Mikro-Probleme. Auch deine Follower profitieren nicht von besonders schnellen Moderationen. Diese möchtest du aber lange auf deinem Content halten, um Werbung zu platzieren und ein gutes Ranking zu erreichen. Der Fokus soll und in vielen Fällen muss auf dich gerichtet bleiben. Während des Filmens musst du daher auch im Vorschau- oder Webcambild checken, ob die Kamera korrekt fokussiert. Sonst sind im schlimmsten Fall viele Stunden Arbeit umsonst.

Die Inhalte deiner Videos und Motive deiner Fotos kannst du natürlich völlig frei wählen. Die Teilnahme an Einsteigerkursen in der kostenfreien YouTube Creator Academy hilft dir, dich in die Möglichkeiten einzuarbeiten und ein Konzept mit professionellem Anspruch zu entwickeln.

Fazit: Viel Aufwand, hoher Gewinn

Für Instagram, Facebook, YouTube und andere Plattformen lässt sich ein Leitsatz herausarbeiten, der immer gilt: Je hochwertiger deine Inhalte sind, desto höher dein Umsatz und Gewinn. Die Investition in professionelle Technik, gute Fotos und den Aufbau der Kanäle lohnt sich also. Der Einsteig kann jedoch kostenintensiv sein.